Warum Rosen einen Schnitt brauchen

Rosen gelten als die edelsten Blumen im Garten. Sie blühen lange, üppig und prächtig - vorausgesetzt man pflegt sie gut. Im Frühjahr müssen kranke und tote Äste entfernt werden, ebenso schwache und unschön gewachsene Triebe. Zudem fördert ein Rückschnitt der verbliebenen Äste Wachstum und Blüte. Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt für den Schnitt: Jetzt werden Frostschäden sichtbar und der Rückschnitt regt das Wachstum an. Wer bereits im Herbst schneidet, riskiert, dass die Pflanze die offenen Wunden nicht mehr richtig schließen kann - der Frost dringt ungehindert tief ins Mark der Pflanze ein.

 

1. Der falsche Zeitpunkt

Der wichtigste Schnitt für Rosen ist der Frühjahrsschnitt. Er sollte etwa Anfang bis Mitte März erfolgen. Manche Gärtner empfehlen, zum Zeitpunkt der Forsythienblüte zu schneiden. Im Herbst darf man die Triebe zwar leicht kürzen. Wer aber im Herbst zu stark schneidet, riskiert, dass die Schnittstellen vor dem Frost nicht mehr richtig verheilen. Die Folge: Ein großer Teil der bereits gekürzten Triebe stirbt ab.

 

2. Schlechtes Werkzeug

Eine stumpfe Rosenschere quetscht den Trieb, sodass Teile davon absterben. Mindestens genauso schlimm ist eine verunreinigte Rosenschere: Sie trägt Krankheits-erreger wie zum Beispiel Pilze in die Pflanze. Die Folge: Die Rose wird krank.

 

3. Zu schräg

Die meisten Gärtner empfehlen einen leicht schrägen Schnitt. So kann Regenwasser von dem empfindlichen Neutrieb weg ablaufen. Wer die Schere allerdings zu schräg ansetzt, schafft eine unnötig große Wundfläche.

 

4. Zu wenig schneiden

Niedrig wachsende Zwerg- und Beetrosen müssen gründlich ausgelichtet werden, damit sie im Sommer kräftig blühen. Wer hier zu zaghaft vorgeht, verhindert, dass Sonnenlicht auf die unteren, ruhenden Knospen fällt. Die Folge sind schwaches Wachstum und eine kümmerliche Blüte.

 

5. Zu stark schneiden

Kletter- und Strauchrosen - insbesondere die einmal-blühenden Sorten - benötigen nur wenig Schnitt. Meist beschränkt man sich auf das Entfernen kranker und toter Äste. Etwa alle fünf Jahre wird der Strauch verjüngt. Das heißt, ältere Triebe werden an der Basis abgeschnitten, damit junge Triebe nachwachsen. Strauchrosen kann man auch durch vorsichtiges Zurückschneiden in Form bringen. Dabei aber nicht zu viel abschneiden, sonst fällt die Blüte zu schwach aus.

 

6. Sommerschnitt vergessen

Mehrfach blühende Rosen erfreuen Gärtner ganz besonders, da sie bis weit in den Herbst hinein blühen. Wer allerdings vergisst, nach der ersten Blüte alles Verwelkte zu entfernen, hat das Nachsehen: Die Rose entwickelt Früchte (Hagebutten), die der Pflanze Kraft rauben. Die Folge ist eine schwächere zweite Blüte.

ROSEN

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